
Die hohe Schule der kreativen Küche
Gemeinsam mit Jürgen Dollase habe ich mich dem Thema „Kreativität“ aus verschiedenen Blickwinkeln genähert. Wir haben uns gefragt, was wir Köch:innen eigentlich darunter verstehen und wie wir Kreativität leben. Ist es Veränderung um jeden Preis? Ist es die ultimative Neuentwicklung? Muss das Ergebnis ein Kunstwerk sein? Muss es einzigartig sein? Bin ich schon kreativ, wenn ich scheinbare Gegensätze kombiniere oder bislang undenkbares auf den Teller bringe?
Kreativität setzt für mich vor allem handwerkliches Können voraus, gepaart mit tiefem Wissen und intensives Verständnis über Lebensmittel.
Wenn ich zuhause in meinen Kühlschrank gucke, sehe ich Möglichkeiten, auch wenn auf den ersten Blick nichts zusammenpassen will. Vor meinem inneren Auge entsteht ein ganzes Portfolio an Gerichten, aus denen ich dann genau das auswähle, wonach mir gerade der Sinn steht. Das Rezept schreibt sich ganz automatisch, noch während ich die Zutaten zusammensuche und durchaus Komponenten zusammenbringe, die sich in dieser Zubereitungsform und mit jenen Gewürzen noch nie zuvor auf meinem Teller getroffen haben.
Unser Werk „Kreativität“ regt an in der Küche kreativ zu wirken und reicht gleichzeitig auch die Grundlagen und das Handwerkszeug dazu. Es ist mehr als ein Blick über die Schulter des fine dining, es zeichnet den Weg zu kreativer Unabhängigkeit unabhängig von schnellen Effekten, Trendsetting oder Ego-Laudatio.

Link Verlag: DIE HOHE SCHULE DER KREATIVEN KÜCHE


